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Am 14.09.04 stellte Klaus Kordon unserer KLasse und einer sechsten Grundschulklasse der Victor-Golancz-Grundschule eines seiner Werke vor. "Wie Spucke im Sand" lautet der Titel des relativ neuen Romans, aus dem er uns einen Teil vortrug. Seine Geschichten, so erklärte er, basieren auf eigenen sowohl positiven und negativen Erfahrungen. Außer einiger Fragen und Fotos gab es auch nebenbei Getränke sowie Knabberzeug und Kaffee. Am Ende gab es ein großes Abschiedsfoto, danach bedankten sich alle und gingen nach Hause. Allgemein war der Tag sehr schön! |
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Fast wie ein Roman: Klaus Kordons Leben
Kinder und ihre Welt! Das ist auch das Thema des Berliner Autors Klaus Kordon. Trotz seiner inzwischen 61 Jahre kann er sich immer noch hervorragend in die Gedankenwelt von Kindern und Jugendlichen hineinversetzen.
Klaus Kordon wurde am 21. September 1943 in Prenzlauer Berg als Sohn einer Gastwirtin geboren. Sein Vater ist im selben Jahr im Krieg gefallen, und als seine Mutter starb, wurde er Heimkind. Obwohl Lesen und Schreiben seine Lieblingsbeschäftigungen waren, hätte sich Klaus Kordon bei der Berufsberatung nach der Schule niemals getraut zu sagen, dass er Schriftsteller werden wollte.
Folgsam lernte er stattdessen den Beruf des Fernsehmechanikers und später, nachdem er das Abitur nachgemacht hatte, Exportkaufmann. Durch diesen Beruf konnte er reisen, er verkaufte z.B. medizinische Geräte nach Indien, lernte auch Indonesien und Nordafrika kennen. Was noch wichtiger war: Er war sehr berührt von der Armut der Kinder dort und konnte sie nicht vergessen. Ein großer Teil seiner Jugendbücher handelt vom Schicksal dieser Kinder ( z. B. 1980 Monsun oder der weiße Tiger, 1987 Wie Spucke im Sand).
Doch bald bekam Klaus Kordon ein Problem: Er wollte sich auch politisch engagieren und landete im Gefängnis Hohenschönhausen. Seine Gedichte gegen den Vietnam-Krieg waren der DDR noch genehm. Aber als er seine Meinung zu den Toten an der Berliner Mauer sagen wollte, fand die Staatsmacht das überhaupt nicht witzig. „Demokratie und freie Meinungsäußerung braucht man aber wie die Luft zum Atmen", sagt Klaus Kordon. Er versuchte über Bulgarien in den Westen zu flüchten, dabei schnappte ihn die Stasi. Er bekam drei Jahre, saß auch ein halbes Jahr in Einzelhaft. Er hatte dann Glück, denn er war einer von 34000 DDR-Bürgern, die von der Bundesrepublik frei gekauft wurden. Diese Erlebnisse haben ihre Spuren in seinem Werk hinterlassen (2002: Krokodil im Nacken).
Ab 1973 lebte Klaus Kordon als Schriftsteller in West-Berlin. Hier ist er besonders durch seine Bücher, die in der Nazi-Zeit spielen, bekannt geworden. „Die deutsche Geschichte ist wirklich auch für Jüngere eine schwere Last", findet er.
Klaus Kordon verehrt den Schriftsteller Erich Kästner. Dessen Motto: „Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch!"
Jessica Aouichaoui, Kl. 9, Helmholtz-Oberschule, Neukölln |
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